E-Commerce: Webshop ist nicht gleich Webshop

Viele Funktionalitäten fehlen in der Endverbraucher-Variante


Was hat der, was meiner nicht hat? Oder umgekehrt: warum kann mein Webshop
nicht das, was ein B2B-Shop kann? Eine Frage, die sich früher oder später den meisten frisch gebackenen Shopbetreibern stellt. Und so manchen in die Verzweiflung treibt.

 Der Grund liegt in der Natur der Sache: am Anfang war der Endverbraucher-Webshop. Wer einen solchen auf die Beine stellen möchte, landet nach intensiver Recherche häufig bei Magento oder Shopware – den Branchenführern. Zu Recht, möchte ich behaupten, ginge es allein um Funktionalitäten zur Zufriedenstellung des Endkunden. Geht es aber häufig nicht.

Denn für viele Händler ebenso wichtig – wenn nicht gar noch wichtiger – sind Firmenkunden oder Vertriebspartner. Nicht zuletzt deswegen, weil hier die Abnahmemengen deutlich interessanter sind. Schnell wird nun versucht, aus dem auf Endkunden zugeschnittenen Shopsystem eine gespiegelte Version für die B2B-Kunden zu machen. Was in der Regel zum Scheitern verurteilt ist. Denn die machen völlig andere Funktionalitäten glücklich, als einen Endverbraucher.

Beispiele gefällig?

  1. Warenkorb Memory Funktion
    Unternehmen kaufen häufig immer dieselben Produkte ein – oft sogar in derselben Menge. Da weiß der User es zu schätzen, wenn das Shopsystem Bestellvorlagen anbietet, die wiederkehrende Bestellungen per Klick ermöglichen. Oder die erneute Bestellung älterer Bestellungen erlaubt. Oder sogar das Hinterlegen von Bestellungen, die nach Dauerauftragsprinzip zu festgelegten Zeitpunkten automatisiert ausgelöst werden.
  2. Bestellen zu individuell vereinbarten Preisen
    Unternehmenskunden möchten schnell zum Bestellabschluss kommen. Das geht vor allem dann, wenn die Shopansicht auf das individuelle Sortiment – teilweise mit exklusiven Produkten – sowie mit den eigenen, oftmals individuell ausgehandelten Preisen beschränkt wird. B2B Shopsysteme bieten dies über individuelle Logins an. Und zusätzlich sogar das Anlegen verschiedener Sortimente für verschiedene Kostenstellen oder Benutzer.
  1. Freigabe-Funktion
    In der Regel gibt es im Unternehmen nicht nur einen Einkäufer, sondern mehrere. Sollen deren Bestellungen überwacht und gesteuert werden, muss im Shopsystem ein Freigabeprozess hinterlegt werden. Dabei sollten Freigaben idealerweise nach verschiedenen Kriterien erfolgen können – zum Beispiel nach Sortimenten, Kostenstellen oder Budgets. Wichtig ist auch ein einfach zu handhabender Freigabeprozess, damit die Bestellung nicht bei irgendeinem Mitarbeiter hängenbleibt. Dazu trägt auch die Möglichkeit der Freigabe via Smartphone bei.
  1. Anlegen beliebig vieler Kostenstellen
    Dasselbe Thema: mehrere Einkäufer in einem Unternehmen. Unter Umständen bestellen nicht nur verschiedene Filialen, sondern darin sogar verschiedene Abteilungen. Das geht jedoch nur mit einem Shopsystem, das es erlaubt,
    beliebig viele, beliebig tief strukturierte Kostenstellenstrukturen zu definieren. Dabei müssen jeder einzelnen Kostenstelle individuelle Lieferadressen, Rechnungsadressen und Benutzer zugeordnet werden können. Und im Idealfall ist auch eine Integration der Kostenstellenrechnung der bestellenden Unternehmen möglich.
  2. Freies Festlegen individueller Berechtigungen
    Nicht jeder darf alles – das gilt ganz besonders für den Einkäufer auf Unternehmensseite. Gut, wenn es möglich ist, im Shopsystem Berechtigungen über frei definierbare Rollen zu steuern. Und diese dann einzelnen Mitarbeitern zuzuordnen.

Leuchtet alles ein, aber das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen und der vorhandene Webshop kann das nicht? Tja. Ein Shopsystem wie Magento oder Shopware nachzurüsten ist ein teures Unterfangen.

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